Wenn Du in einer größeren Stadt wohnst, hast Du sie vielleicht auch schon gesehen. Gruppen von Leuten, die durch die Innenstadt joggen, Freiübungen an Treppengeländern und auf Parkbänken machen. Vornweg meistens ein athletischer Typ, der der Anführer zu sein scheint. Diese Leute sind nicht etwa einfach zu arm, um sich ein Fitnessstudio leisten zu können. Sie sind Anhänger einer neuen Trainingsmethode, die, wie so vieles, aus den USA kommt.

Outdoor Fitness Bootcamps leiten ihren Namen von US-amerikanischen Trainingslagern für angehende Soldaten her. Die Rekruten tragen Stiefel und sind militärischem Drill unterworfen. Ein wenig dieser Disziplin gehört auch zu den Methoden der hiesigen Bootcamps. Auch die Kombination aus Motivierung durch ein Team, Betreuung durch einen Personal Trainer und die Art der eigentlichen Übungen sind von den Marines abgeschaut und übernommen. Die Teilnehmer lehnen zudem das Trainieren in sauerstoffarmer Studioluft ab. Jede Trainingseinheit wird eisern draußen durchgeführt. Bei jedem Wetter, sei es auch noch so unfreundlich.

Hast Du Dich zur Teilnahme an einem Fitness Bootcamp entschlossen, erwartet Dich ein Team von fitnessbegeisterten Sportfans. Geleitet und begleitet wird die Gruppe von einem Trainer, der Know-how und Enthusiasmus mit besagter militärischer Disziplin kombiniert. Das Fitnessniveau ist relativ hoch. Deine Kondition, Ausdauer und Beweglichkeit werden dadurch gefördert, dass Du in jeder Trainingseinheit bis an Deine Grenzen gehst. Motivierung und Unterstützung erhältst Du dabei von Team und Trainer. Die Einheiten werden zudem so regelmäßig wie möglich durchgezogen. Schlapp machen gilt hier nicht.

Bootcamps haben etliche Vorteile vor klassischen Fitnessstudios. Zunächst ist Bewegung an der frischen Luft fast immer eine gute Idee. In einem Team zu trainieren, statt einsam in einem Studio die Hanteln zu schwingen, hilft Dir dabei, Deinen inneren Schweinehund zu überwinden. Denn Dein Team motiviert Dich nicht nur. Auch der Konkurrenzdruck ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Antrieb. Jedenfalls ist die soziale Komponente ein wichtiger Faktor der Bootcamps. Die Betreuung durch einen Trainer bietet den Vorteil, dass Du Dich nicht übernimmst, was vor allem bei Anfängern ja sonst schnell der Fall sein kann. Und schließlich ist die Teilnahme an einem Outdoor Fitness Bootcamps auch günstiger als der Mitgliederbeitrag in einem Fitnessstudio.

Im Prinzip kann jeder an Fitness Bootcamps teilnehmen, der körperlich gesund und einigermaßen fit ist. Da das Trainingsniveau der Veteranen recht hoch sein kann, hast Du als Neueinsteiger wahrscheinlich mehr Spaß, wenn Du nicht ganz bei Null anfängst, sondern schon eine gewisse Kondition hast. Aber natürlich nehmen Teams und Trainer Rücksicht auf Anfänger und achten darauf, diese nicht zu überfordern. Ein gut ausgeprägter Durchhaltewille wird Dir auf jeden Fall von Nutzen sein.

Outdoor Fitness Bootcamp Video

Wann solltest du auf ein Fitness Bootcamp verzichten

Wenn Du Dich gerade in einer Reha befindest, solltest Du mit der Teilnahme an einem Bootcamp noch warten. Auch bei Herzkrankheiten, Atemnot, Kreislaufproblemen ist diese Sportart nicht zu empfehlen.

Äußerst wichtig ist, dass Du Dir über Deinen Fitnessstand im Klaren bist und Deine Ziele kennst. Beides verhindert, dass Du Dich vor lauter Begeisterung oder gar wegen des Konkurrenzdrucks überforderst. Diesen Fehler begehen Neulinge, aber auch Altgediente häufiger. Auspowern ja, aber nicht übertreiben, das ist die Grundlage für effektives Training mit viel Spaß und Gleichgesinnten im Bootcamp.

Quelle:Bild (www.flickr.com/photos/usnavy/588721635)